Ohne Vorsorgeauftrag ist Ihre Vorsorge nicht komplett!

 

Es gehört zu den Tugenden des Menschen, mit allerlei vorbeugenden Massnahmen unerwünschte Lebenssituationen zu verhindern und sich gegen die verschiedensten Risiken in seinem Leben abzusichern. Vorsorge und Versicherung gehören zusammen wie der linke und der rechte Schuh. Das zeigt sich beispielhaft bei der Altersvorsorge. Wir sorgen mit dem Dreisäulenprinzip vor, dass wir unsere gewohnte Lebenshaltung auch fortsetzen können, wenn wir zufolge unseres Alters nicht mehr erwerbstätig sein können. Nebst der staatlichen und der beruflichen Vorsorge streben wir in der dritten Säule bei Banken und Versicherungsgesellschaften eine angemessene Vermehrung unseres Vermögens an, um dereinst einmal davon zehren zu können.

Unsere verschiedenen Lebensphasen, welche wir von der Geburt bis zum Tod durchlaufen, sind immer wieder auch mit Vorsorge- und Versicherungsfragen verbunden. Die Lebensgemeinschaft oder die Ehe, der Erwerb von Wohneigentum, die Geburt von Kindern, die Scheidung und die Pensionierung rufen nach massgeschneiderten Vorsorgelösungen. Dabei fokussieren wir uns traditionellerweise auf die finanziellen Folgen von Krankheit, Invalidität und Tod. Unseren letzten Willen schreiben wir in einem Testament nieder oder wir begünstigen den überlebenden Ehepartner in einem Ehe- und Erbvertrag. Die Vorsorge endet aber nicht in der Betrachtung der rein finanziellen Aspekte.

Wir ergreifen auch Massnahmen zum Erhalt der Gesundheit und unsere regelmässigen Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt dienen der Früherkennung möglicher Krankheiten. Bei alledem sind wir es uns gewohnt, selbstbestimmt für uns selber zu handeln, und wir setzen voraus, dass wir dafür urteils- und handlungsfähig sind und dies auch künftig so bleiben wird.

So selbstverständlich wie wir dies im Alltag gerne voraussetzen, ist der dauernde Erhalt unserer Urteils- und Handlungsfähigkeit allerdings nicht. Jeder Mensch kann seine Selbstbestimmung durch einen Unfall plötzlich oder eine Krankheit wie z.B. Altersdemenz schleichend verlieren. Das Risiko, die Urteils- und damit auch die Handlungsfähigkeit zu verlieren, wird aus zwei Gründen immer grösser. Zum einen werden wir immer älter und mit dem zunehmenden Alter ist auch das steigende Risiko für den Eintritt neuer oder für die Verschlimmerung von schon bestehenden Krankheiten verbunden. Zum anderen werden in unserer immer schnelllebiger werdenden Zeit die Unfallrisiken im Beruf, Haushalt, Sport und Verkehr immer grösser.

Haben Sie sich schon einmal überlegt, was geschähe, wenn …?

 

Drei Beispiele zum Nachdenken 

1. Eine junge erwachsene Person lebt allein in ihrem eigenen Haushalt. Eines Tages erleidet sie einen Verkehrsunfall und liegt mit einer schweren Hirnverletzung im Spital. Sie kann weder selber über ihre medizinische Behandlung entscheiden noch ihren Alltagsgeschäften nachkommen.

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2. Der betagte H. lebt trotz seines zunehmenden Alters noch immer mit seiner um einige Jahre jüngeren Ehefrau in seinem anvertrauten Eigenheim. Daneben ist H. auch noch Alleineigentümer einer in den letzten Jahren meist leerstehenden Eigentumswohnung in den Bergen. Herr H. leidet an Alzheimer und ist nicht mehr in der Lage seine Rechnungen selbständig zu bezahlen und seine administrativen Aufgaben zu erledigen. Frau H. möchte noch zu Lebzeiten beider Eheleute mit einer Schenkung an ihre Tochter das von ihnen einst finanzierte Studium ihres Sohnes ausgleichen. Weil dafür aber keine anderen Mittel verfügbar sind, möchte Frau H. die Eigentumswohnung verkaufen.

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3. Herr M. lebt allein, seine Frau ist vor längerer Zeit gestorben. Freunde hat er nur noch wenige und die Kontakte zu seinen Kindern sind selten. Er leidet an Altersschwäche, ist ab und zu etwas verwirrt, aber körperlich noch weitgehend gesund. 

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4. Frau T. war bis zu ihrer Pensionierung Bankangestellte. Ihre Ehe blieb kinderlos und inzwischen ist sie verwitwet. Sie hat keine Angehörigen, aber etwas Vermögen. Sie ist schon längere Zeit nicht mehr in der Lage, sich umfassend um ihre Angelegenheiten zu kümmern. Sie vergisst, ihre Miete und die Krankenkassenrechnungen zu bezahlen, Mahnungen bleiben ungeöffnet liegen. In der Küche stapelt sich das Geschirr mit Essensresten über Wochen. Frau T. bestellt Waren aus Versandkatalogen, die unausgepackt im Wohnzimmer herum liegen. Trotzdem tätigt sie in guten Momenten noch immer Vermögensgeschäfte, vergisst aber dann bald wieder, was sie getan hat.

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